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21. Juni 2021

(Zu wenig) Frauen in der IT?

Wer bei IT noch immer an Technik verliebte Nerds, die bei Cola und Pizza komplexe Software Programme austüfteln, denkt, sollte sich schleunigst besser informieren. Denn agile Arbeitsweisen wie Kanban und Scrum haben die Anforderungen und damit auch die Berufsbilder in der IT verändert. Mittlerweile sind in den meisten Unternehmen kommunikative Menschen gefragt, denen Teamwork wichtig ist und die neugierig auf Veränderungen sind. Doch so sehr sich die Branche auch weiterentwickelt, Frauen sind in der IT leider noch immer “eine Seltenheit”. Woran das liegt und wie sich der Anteil der Frauen in Zukunft entwickeln könnte, erfahrt ihr hier.

Die ersten Programmierer*innen waren Frauen
Habt ihr das gewusst: Die ersten Programmierer*innen waren tatsächlich weiblich. Denn Programmieren war noch in den 80er Jahren ein typischer “Frauenjob”. Besonders hoch angesehen war der Beruf damals allerdings noch nicht. Während IT-Kräfte heute gefragter sind denn je ging es früher in der Regel um Fleißarbeiten für Bürokräfte mit niedrigem Status. Im Laufe der Zeit hat sich die IT-Arbeitswelt jedoch zu einer absoluten Männerdomäne entwickelt. Nur knapp 18 % der Student*innen sind weiblich, bei den IT-Azubis sind es sogar nur 9 %. Ein Hörsaal voller Männer ist in der Informatik also kein seltener Anblick. Und auch nach der Ausbildung ist der Anteil der Frauen mager: Auf offene Positionen im Bereich Programmierung und IT bewerben sich je nach Position nur 10 – 20 % Frauen. Und im Startup-Umfeld sieht es auch nicht besser aus. Fest steht also: In der IT-Branche herrscht ein deutlicher Frauenmangel, dabei wird das weibliche Potential hier besonders benötigt.

Woran liegt das eigentlich?
Ein Grund, warum sich zu wenige Frauen für Informatik und IT-Berufe entscheiden, dürfte etwas mit Erziehung und Schulbildung zu tun haben. Kindern werden noch immer zu viele alte Rollenbilder eingeprägt und vorgelebt, in welchen Frauen eher in soziale oder sprachwissenschaftliche Schubladen gesteckt werden. Zugleich gibt es zu wenig effektive Maßnahmen, um Frauen für IT und Digitalwirtschaft zu gewinnen. Dabei reift in vielen Unternehmen der IT- Branche längst die Erkenntnis, dass gemischte Teams die Innovationskraft fördern, Qualität und Leistung steigern und einen monetären Mehrwert bringen.

Was also tun, um mehr Frauen für die Branche zu begeistern und die Klischees hinter uns zu lassen?
Wann wir die gleiche Anzahl Frauen wie Männer in der IT-Welt beobachten können und auch eine Gleichverteilung in den entsprechenden Studiengängen und in den Unternehmen wahrnehmen, ist schwer zu sagen. Hierfür muss vor allem die Bildung in den MINT-Fächern verstärkt und innovativ gestaltet werden. Doch ohne die Unterstützung von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft funktioniert die Sensibilisierung von Nachwuchs-Fachkräften leider nicht. Fest steht: Wir wollen, dass sich etwas ändert und hoffen, in Zukunft mehr Entwicklerinnen, Projektmanagerinnen, Designerinnen, Testerinnen und Scrum Masterinnen in der IT-Branche zu sehen. Denn in der IT hat Jede(r) gute Karten, wer über die Fähigkeit verfügt lösungsorientiert und kreativ Herausforderungen anzugehen, offen für neue Ansätze ist und die Bedürfnisse seines Teams erkennt. Also, weg mit den Klischees und her mit mehr Aufklärung über die Vielfältigkeit in der IT Branche!

Du hast weitere Fragen rund um das Thema, oder bist auf der Suche nach einem spannenden Job im IT-Bereich? Dann melde dich bei uns. Wir beraten dich gerne!